Was tun bei Bienenstichen?

Grundsätzlich sticht eine Biene nur wenn sie sich bedroht fühlt. Sollte es dennoch zu einem Stich kommen, sofort den Stachel mit dem Fingernagel wegschieben –niemals herausziehen-, dadurch pressen Sie das ganze Gift in die Haut.

Stechende Biene. Der mit Widerhaken versehene Stachel und der ganze Stechapparat mit Giftblase wird aus dem Hinterleib der Biene gerissen und bleibt an der Stichstelle. Muskeln am Stechapparat pumpen weiter Gift in die Wunde. Foto: Waugsberg

Insektenstichsalben oder kaltes Wasser können abschwellend wirken. Auch eine rohe Zwiebelhälfte auf die Stichstelle gelegt, hilft.

Wenn Sie in freier Natur sind und keinerlei Mittel greifbar sind ist der einfachste und beste Tipp: Nehmen Sie ein Spitzwegerich- oder Breitwegerichblatt, zerreiben sie dieses bis Saft austritt und reiben Sie die Stichstelle ein. Das lindert sofort - auch bei Wespenstichen

Für Bienengiftallergiker empfiehlt sich die Mitnahme eines sog. Not-Sets.

Wie kann ich Bienenstiche vermeiden?

Gehen Sie niemals direkt vor das Flugloch, meiden Sie die Einflugschneise. Parfüm oder Rasierwasser können die Bienen reizen, auch eine Alkoholfahne.

Wenn Sie Bienen beobachten wollen, verhalten Sie sich ruhig, nicht nach den Bienen schlagen. Die Sammlerin auf der Blüte ist harmlos, es sei denn, Sie treten (barfuss) auf diese. Der Bienenstich ist dann ein verständlicher, wenn auch schmerzhafter Akt der Selbst- Verteidigung.

Die Biene bezahlt den Stich mit ihrem Leben.

Spitzwegerich
(Plantago lanceolata), auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt hilft bei Bienenstichen.
Foto: Kurt Stueber
Breitwegerich
(Plantago major)
Foto: Ernst Schütte