Imkerliche Arbeiten

Imkerei ist eine naturverbundene Tätigkeit und eng an die Jahreszeiten gebunden. Das Bienenjahr beginnt im August/September. Notwendig sind Vorräte und eine ausreichende Anzahl Arbeitsbienen.

Aus der Brut ab August entstehen die sog. Winterbienen. Der/Die Imker/in kontrolliert in dieser Zeit den Varroamilbenbefall und behandelt bei Bedarf mit organischen Säuren (Ameisensäure 60 % ad us. vet). Meist ist auch noch eine Winterbehandlung in der brutfreien Zeit nötig (Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5 % ad us.vet.  Dezember). Danach kehrt Ruhe ein. Eine Standkontrolle sollte aber zwischendurch erfolgen (Sturmschäden, Spechtschäden).

Im Frühjahr werden die Beuten das 1. Mal geöffnet, dies ist der kritischste Zeitpunkt für das Volk, denn die Volksstärke hat ihren niedrigsten Punkt erreicht. Bei einsetzender Kirschblüte wird in der Regel der Honigraum aufgesetzt.

Von Mai bis Juli besteht die Möglichkeit der Schwarmstimmung. In dieser Zeit ist regelmäßige Kontrolle von Vorteil. Die erste Schleuderung findet auch meist im Mai statt (Frühtrachthonige).

Mitte oder spätestens Ende Juli wird hier im hiesigen Raum abgeschleudert. Danach werden die Bienen mit Zuckerwasser oder -sirup angefüttert. Nun ist Zeit für die Behandlung gegen die Varroamilbe mit Ameisensäure 60 % ad us.vet. Nach erfolgter Behandlung wird vollständig aufgefüttert. Die Fütterungsmenge richtet sich nach noch möglichen Trachteintrag. Ein gesundes Volk sollte etwa 20 bis 25 kg Winterfutter haben, das sind ca. 10 volle Honigwaben.

Hier endet das Bienenjahr und wenn der/die Imker/in alles richtig gemacht hat, so kann er/ sie sich auf die nächste Saison freuen.